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Auch
wenn sie weit nördlich der eigentlich als ideal angesehenen Olivenanbauregion
Italiens liegt, hat die bergamasker Provinz eine bemerkenswerte
Olivenanbautradition vorzuweisen. Dank des besonderen Mikroklimas in der Nähe
der Seen und den fruchtbaren Böden moränischen Ursprungs gedeihen hier sehr
gut mediterrane Pflanzen wie z. B. Oleander, Palmen, Wein und Oliven. Die Olivenölherstellung
war einst wesentlich umfangreicher als heute, aber seit Beginn des industriellen
Zeitalters und der Entwicklung der Textilbranche haben Leinen-, Hanf- und
Maulbeerbaumplantagen für die Züchtung von Seidenraupen die Olivenhaine
ersetzt. Ein Großteil der bergamasker Ölproduktion war an den Betrieb einer
kooperativen Ölpresse in Riva di Solto gebunden, die aufgrund der massiven
Aufgabe der Landwirtschaft in den Nachkriegsjahren ihre Aktivität einstellte.
Im letzten Jahrzehnt hat der Olivenanbau in der Region des Lago d´Iseo einen
starken Aufschwung erfahren. Dies ist unter anderem der Einführung neuer
moderner Technologien zu verdanken. Seit 1998 hat das Öl das D.O.P.-Siegel
erhalten, das die Herkunft und die Bezeichnung schützt.
Eigenschaften:
Dank des milden Klimas müssen die Pflanzen, die in der Gegend angebaut werden,
weder eine starke Sommerhitze noch winterlichen Frost ertragen, und bei der
Ernte erhalten die frischen Herbsttemperaturen die Früchte gesund und
unversehrt. Die Ernte erfolgt ausschließlich per Hand. Dieses Öl hat dank des
geringen Säuregehalts, des Vitaminreichtums und der beachtlichen Menge an natürlich
enthaltenen Aromen eine besondere Qualität.
Wie
man es erkennt: Das Öl des Sebino ist immer ein
natives Olivenöl, das wertvollste aus ernährungswissenschaftlicher Sicht. Es
weist aufgrund des geringen Säuregehalts, des Vitaminreichtums und der
beachtlichen Menge an natürlich enthaltenen Aromen einen besonderen Geschmack
auf und ist besonders für diejenigen geeignet, die eine mediterrane Diät
verfolgen.
Herstellungsgebiet:
Zur Zeit umfasst das Anbaugebiet des Olio del Sebino die Gemeinden zwischen
Sarnico und Riva di Solto (Villongo, Adrara San Martino, Foresto Sparso und
Castelli Calepio) bis hin zu den Stadttoren von Bergamo.
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